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Ihre Bitte

25. August 2011

Letztendlich war alles doch gar nicht so schlimm! Ich bin nach Hause gekommen und hab mit ihr darüber gesprochen, wie es weitergehen soll und mich entschuldigt, dass ich vorher so blöd reagiert habe. Aber sie war gar nicht böse! Sie meinte, dass auch sie ihre Zeit gebraucht hätte, um zu kapieren, was die Schwangerschaft zu bedeuten hat. Wir haben dann sehr lange darüber gesprochen und uns letztendlich entschieden, das Baby zu bekommen. Meine Freundin hatte nur eine Bedingung, die ich sogar verstehen kann: Sie hat mich gebeten, einen Waffensafe zu besorgen. Sie möchte den Waffensafe, weil  meine Jagdwaffen bislang in einem kleinen, abgeschlossenen Zimmer, aber doch irgendwie offen, herumstehen. Darum hat sie mich gebeten, einen Waffensafe zu besorgen, um alle meine Jagdwaffen sicher in dem Waffensafe wegzuschließen. Sie meinte, man weiß ja nie, was passiert und auch wenn man sich erst mal keine Sorgen darüber machen muss, dass das Baby daran kommt, kann man nicht früh genug vorsorgen. Ich werde mich also direkt morgen nach einem Waffensafe umsehen und wenn es geht, direkt einen besorgen. Oder ich rufe meinen Vater an und erzähle ihm, dass ich einen Waffensafe brauche – er weiß die freudige Nachricht noch gar nicht und wird sich freuen, dass er Großvater wird!

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Die Neuigkeit!

21. August 2011

Ich werde Vater! Gestern war meine Freundin beim Frauenarzt und hat da erfahren, dass sie im zweiten Monat schwanger ist. Das ist ein Hammer, mit dem wir gar nicht gerechnet haben. Wir sind zwar schon lange zusammen, aber ein Schock ist es doch. Ich glaube, ich habe auch nicht so toll reagiert. Ich habe sie nur angestarrt und dann gesagt, dass ich erst einmal ein Bier trinken gehen muss. In der Kneipe habe ich meinen Verbindungsfreunden davon erzählt und die haben mir Mut gemacht, dass wir das schaffen, auch wenn wir gerade erst mit dem Studium fertig sind und keinen festen Arbeitsplatz haben.

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Reaktionen

16. August 2011

Wie schon erwähnt, die meisten Leute finden Jäger nicht so gut. Oft ist mir offene Feindseligkeit entgegengeschlagen, wenn ich irgendwo beim Kennenlernen neuer Menschen erwähnt habe, dass ich den Jagdschein besitze und auch regelmäßig davon Gebrauch mache. Bei meiner jetzigen Freundin ist es ähnlich gewesen. Aber sie hat mir eine Chance gegeben, ihr zu zeigen, was es mit der Jagd wirklich auf sich hat. Nachdem wir viel darüber geredet haben, habe ich sie irgendwann einfach mal mitgenommen. Das frühe Aufstehen, das oft dazugehört, fand sie nicht so toll, aber abgesehen war sie überrascht, dass es gar nicht so schlimm war. Eine begeisterte Verfechterin der Jagd ist sie nicht, das will ich auch gar nicht, aber sie akzeptiert und nimmt mein Hobby hin. Und das ist für mich das Wichtigste! Mehr brauche ich nicht. Solange es so mit uns gut funktioniert, denn ich akzeptiere ja auch ihre Macken, ist alles in Ordnung.

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Mein Hobby

10. August 2011

Die meisten Leute haben kein Verständnis für mein Hobby. Seit ich ein kleiner Junge bin, wurde ich von meinem Vater auf die Jagd mitgenommen, und als ich das notwendige Alter erreicht habe, habe ich selbst den Jagdschein gemacht. Anderthalb Jahre hat es gedauert und fast zehntausend Euro gekostet, bis ich meine Auszeichnung in Händen halten konnte. Ich wohne heute zwar nicht mehr bei meinen Eltern auf dem Bauernhof, wo ich mit meinen vier Geschwistern aufgewachsen bin, aber ich jage immer noch gerne. Mittlerweile wohne ich in einer kleinen Stadtrandwohnung, von wo aus ich nur eine halbe Stunde in den nächsten Wald brauche. Auch die Mitglieder meiner Studentenverbindung sind oft Jäger, sodass wir uns regelmäßig treffen und auf die Jagd nach Rotwild gehen. Ich bin mittlerweile zwar fertig mit dem Studium, aber wenn man in einer Verbindung Mitglied ist, bleiben dort geschlossene Freundschaften oft lebenslang erhalten. Auch bei mir haben die Kontakte sich bis jetzt erhalten.

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